Haarausfall: erblich bedingt oder steckt etwas anderes dahinter?

Diese Seite hilft einzuordnen, ob Ihr Haarausfall erblich bedingt ist, wofür Sie hier ein Rezept anfragen können, oder eine andere Ursache hat. Über den Fragebogen behandeln lässt sich nur der erblich bedingte Haarausfall bei Männern. Kahle Flecken, plötzlicher Haarausfall oder eine gerötete, juckende Kopfhaut gehören in eine hautärztliche Ordination.

HaarausfallErblicher Haarausfall beim Mann 24,90 € Anfrage starten

So sieht erblich bedingter Haarausfall typischerweise aus

Der erblich bedingte Haarausfall schreitet langsam über Jahre fort. Bei Männern weicht zuerst der Haaransatz an Stirn und Schläfen zurück, und am Hinterkopf rund um den Wirbel lichtet sich das Haar; mit der Zeit kann ein Haarkranz übrig bleiben. Die Haare werden dünner und kürzer, die Kopfhaut selbst sieht aber gesund aus: Sie juckt nicht, ist nicht gerötet und vernarbt nicht. Oft gibt es ähnliche Verläufe in der Familie, erste Anzeichen können laut Gesundheitsportal schon in der Pubertät auftreten.

Davon zu unterscheiden ist der normale Haarwechsel. Bis zu 100 Haare täglich fallen auch bei gesunder Kopfhaut aus, weil jedes Haar nach seiner Wachstumsphase einige Monate ruht und dann ausfällt; ebenso viele wachsen nach. Auffällig wird es erst, wenn mehr ausfallen als nachkommen oder die Haare sichtbar dünner werden.

Kreisrunder Haarausfall: kahle Stellen innerhalb weniger Wochen

Beim kreisrunden Haarausfall, auch Alopecia areata genannt, fallen die Haare in begrenzten Flecken aus, oft als runde kahle Stelle, die sich innerhalb weniger Wochen bildet. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen die Haarwurzeln richtet. Betroffen sein können auch Bart, Augenbrauen, Wimpern oder andere Körperstellen, und die Erkrankung tritt mitunter gemeinsam mit Schilddrüsenerkrankungen, atopischen Erkrankungen wie Neurodermitis, Weißfleckenkrankheit oder Zöliakie auf.

Die Haarwurzeln werden dabei nicht dauerhaft zerstört, die Haare können nachwachsen; laut Gesundheitsportal ist der Haarausfall in etwa der Hälfte der Fälle nicht dauerhaft, er kehrt aber häufig wieder. Ein Mittel gegen erblich bedingten Haarausfall hilft hier nicht, die Behandlung gehört in eine hautärztliche Ordination.

Vermehrter Haarausfall nach Fieber, Geburt, Stress oder Diät

Fallen die Haare gleichmäßig über den ganzen Kopf verteilt vermehrt aus, steckt oft ein Auslöser dahinter, der den Haarzyklus gestört hat: eine schwere Infektion mit Fieber wie COVID-19, eine Operation, eine Geburt, starker Stress oder eine unausgewogene Ernährung, etwa bei einer strengen Diät. Weil Haare nach dem Ende ihrer Wachstumsphase noch einige Monate in der Kopfhaut ruhen, kann sich der Ausfall mit Verzögerung zeigen, wenn der Auslöser schon vorbei ist.

Diese Formen sind meist vorübergehend, das Haar wächst von selbst nach. Eine Tablette gegen erblich bedingten Haarausfall ist dafür nicht gedacht. Hält der Ausfall über Monate an oder kommen weitere Beschwerden hinzu, lassen Sie die Ursache in der Ordination abklären.

Krankheiten, Medikamente und Haarpflege als Ursache

Auch Erkrankungen können Haarausfall auslösen, laut Gesundheitsportal etwa eine Schilddrüsenunterfunktion, eine Blutarmut oder ein Lupus erythematodes. Ebenso kommen Medikamente infrage, darunter die Pille, Spritzen zur Blutverdünnung, Mittel gegen Epilepsie, Schilddrüsenmedikamente und bestimmte Rheumamittel, außerdem Chemo- und Strahlentherapie. Starker Zug durch enge Zöpfe oder einen straffen Pferdeschwanz, häufiges Glätten mit Hitze und Färben können die Haare ebenfalls schädigen.

Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht eigenmächtig ab, sondern sprechen Sie Ihre betreuende Ordination an. Dort lässt sich mit einer Blutuntersuchung klären, ob eine Entzündung, eine Stoffwechselstörung oder eine hormonelle Ursache vorliegt; begleitende Beschwerden wie anhaltende Müdigkeit oder eine ungewollte Gewichtsveränderung sind ein guter Grund dafür. Für Vitamine oder Mineralstoffe wie Eisen gibt es laut Gesundheitsportal keine eindeutigen Hinweise auf eine Wirkung gegen Haarausfall.

Wann der Fragebogen nicht der richtige Weg ist

Eine Untersuchung der Kopfhaut ist nötig, wenn die Haare plötzlich oder in Flecken ausfallen, wenn die Kopfhaut juckt, gerötet, schuppig oder schmerzhaft ist oder Pusteln zeigt, wenn kahle Stellen glänzend oder vernarbt wirken oder wenn auch Augenbrauen, Wimpern, Bart oder Körperhaare ausfallen. Dasselbe gilt für Haarausfall bei Kindern und Jugendlichen, für Haarausfall kurz nach Beginn eines neuen Medikaments und für Haarausfall mit weiteren Krankheitszeichen.

Frauen erhalten über diesen Weg kein Rezept: Finasterid ist bei ihnen kontraindiziert, und Mittel zum Auftragen auf die Kopfhaut sind rezeptfrei. Bei Frauen mit dünner werdendem Haar kann laut Gesundheitsportal auch eine gynäkologische Untersuchung sinnvoll sein. In der hautärztlichen Ordination stehen Methoden wie die Trichoskopie zur Verfügung, bei der die Kopfhaut mit einem Auflichtmikroskop betrachtet wird, außerdem eine Zugprobe, Blutuntersuchungen oder eine Gewebeprobe.

Wenn es erblich bedingt ist: Behandlung und Rezept

Passt das Bild zum erblich bedingten Haarausfall bei einem Mann, kommt Finasterid 1 mg infrage, eine Tablette täglich. Es bremst die Umwandlung von Testosteron in die aktive Form, die die Haarwurzeln schrumpfen lässt; eine Stabilisierung zeigt sich laut Fachinformation meist erst nach drei bis sechs Monaten, und nach dem Absetzen geht der Effekt wieder verloren. Möglich sind unter anderem sexuelle Nebenwirkungen und Stimmungsveränderungen; bei gedrückter Stimmung beenden Sie die Einnahme und holen ärztlichen Rat ein. Minoxidil zum Auftragen erhalten Sie ohne Rezept in der Apotheke.

Der Fragebogen fragt nach plötzlichem oder fleckförmigem Ausfall, Juckreiz oder Rötung, nach Prostatakrebs oder erhöhtem PSA-Wert, nach Depression oder Suizidgedanken, nach Lebererkrankungen, nach einer früheren Anwendung von Finasterid oder Minoxidil und danach, ob eine Frau im gebärfähigen Alter anfragt. Beurteilt wird schriftlich von lek. Damian Wojno (Approbation Nr. 3211301), ohne Termin, Video oder Telefonat; er kann nachfragen oder ablehnen. Bei positiver Beurteilung schicken wir Ihnen das Rezept als PDF per E-Mail, den Ausdruck legen Sie spätestens einen Monat nach dem Ausstellungsdatum in einer Apotheke vor. Ob sie es einlöst, entscheidet die Apotheke, und das Arzneimittel bezahlen Sie selbst.

Wie viele ausgefallene Haare am Tag sind normal?

Laut Gesundheitsportal fallen im Rahmen des normalen Haarwechsels bis zu 100 Haare täglich aus, und ebenso viele wachsen nach. Wichtiger als das Zählen ist, ob das Haar über Monate sichtbar dünner wird oder kahle Stellen entstehen.

Hilft Finasterid bei kreisrundem Haarausfall?

Nein. Kreisrunder Haarausfall ist eine Autoimmunerkrankung und wird in der hautärztlichen Ordination mit anderen Methoden behandelt. Die Frage nach plötzlichem oder fleckförmigem Ausfall im Fragebogen dient dazu, solche Fälle zu erkennen.

Kann Eisenmangel die Ursache sein?

Eine Blutarmut zählt laut Gesundheitsportal zu den möglichen Ursachen und lässt sich mit einer Blutuntersuchung feststellen. Eisen auf Verdacht einzunehmen, ist dagegen nicht sinnvoll, weil eine Wirkung gegen Haarausfall nicht eindeutig belegt ist.

Brauche ich vor einer Anfrage einen Termin in der Hautarztpraxis?

Nicht unbedingt, wenn das Bild typisch ist und keine Warnzeichen vorliegen. Sind Sie unsicher, ob es sich um die erbliche Form handelt, ist eine Abklärung in der hautärztlichen Ordination der sicherere Weg; auch der Arzt kann eine Untersuchung empfehlen, statt ein Rezept auszustellen.