Abnehmspritze in Österreich: Kosten und Rezept
Abnehmspritze ist der umgangssprachliche Sammelbegriff für GLP-1-Präparate wie Wegovy, Saxenda und Mounjaro. Alle sind in Österreich rezeptpflichtig, eine rezeptfreie Abnehmspritze gibt es nicht, und Ozempic ist ausschließlich für Typ-2-Diabetes zugelassen. Diese Seite erklärt die Unterschiede der Wirkstoffe, die Ergebnisse der Zulassungsstudien, die tatsächlichen Nebenwirkungen, die Kostenfrage gegenüber der Krankenkasse und den Ablauf der ärztlichen Beurteilung für Beginn oder Fortführung einer Behandlung.
Was ist eine Abnehmspritze und welche Präparate gibt es in Österreich?
Abnehmspritze ist kein Fachbegriff, sondern die umgangssprachliche Bezeichnung für Arzneimittel mit GLP-1-Rezeptoragonisten, die unter die Haut gespritzt werden. Für die Gewichtsregulierung zugelassen sind in Österreich unter anderem Wegovy mit dem Wirkstoff Semaglutid, Saxenda mit Liraglutid und Mounjaro mit Tirzepatid. Alle drei sind rezeptpflichtig und in der Apotheke nur gegen ärztliche Verordnung erhältlich. Wegovy gibt es laut europäischer Produktinformation inzwischen auch als Tablette zum Einnehmen; streng genommen ist das keine Spritze, die Zulassung zur Gewichtsregulierung ist aber dieselbe, und auch die Tablette ist rezeptpflichtig.
Die Wirkstoffe ahmen ein körpereigenes Darmhormon nach: Sie verlangsamen die Magenentleerung, wirken auf das Sättigungsempfinden im Gehirn und senken dadurch die aufgenommene Energiemenge. Zugelassen sind sie nicht als Lifestyle-Produkt, sondern als Teil einer Behandlung bei Adipositas oder bei Übergewicht mit einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung, und zwar ausdrücklich zusammen mit veränderter Ernährung und mehr Bewegung. Ohne diese Begleitmaßnahmen fällt der Effekt in den Zulassungsstudien deutlich kleiner aus. Welches Präparat infrage kommt, hängt von der Diagnose, den Begleiterkrankungen, der Verträglichkeit und der Verfügbarkeit ab, nicht von Werbeversprechen. Die Auswahl ist eine ärztliche Entscheidung, die gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten getroffen wird.
Für wen kommt eine Abnehmspritze infrage?
Die Zulassung ist enger, als der Begriff Abnehmspritze vermuten lässt. Laut europäischer Produktinformation sind Wegovy, Saxenda und Mounjaro bei Erwachsenen zugelassen, deren Body-Mass-Index (BMI) zu Beginn bei mindestens 30 kg/m² liegt, oder bei einem BMI ab 27 kg/m², wenn zusätzlich mindestens eine gewichtsbedingte Begleiterkrankung besteht, etwa ein Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, eine Fettstoffwechselstörung oder eine obstruktive Schlafapnoe. Die Behandlung ergänzt in jedem Fall eine kalorienreduzierte Ernährung und mehr Bewegung, sie ersetzt sie nicht.
Für Jugendliche gelten eigene Voraussetzungen: Wegovy als Injektion ist ab 12 Jahren bei Adipositas und einem Körpergewicht über 60 kg zugelassen, Saxenda ab 12 Jahren und unter weiteren Bedingungen auch für Kinder ab 6 Jahren. Mounjaro ist zur Gewichtsregulierung ausschließlich für Erwachsene zugelassen.
Wie bekommt man die Abnehmspritze also? Über eine ärztliche Verordnung, die prüft, ob diese Kriterien erfüllt sind und nichts dagegen spricht. Das Gesundheitsportal des Bundes beschreibt Medikamente zum Abnehmen als Ergänzung, die infrage kommt, wenn Änderungen von Ernährung, Bewegung und Verhalten allein nicht ausreichend gewirkt haben.
Gibt es die Abnehmspritze rezeptfrei?
Nein. Alle GLP-1-Präparate zur Gewichtsregulierung sind in Österreich rezeptpflichtig. Das Arzneispezialitätenregister des BASG führt Wegovy in allen Stärken einschließlich der Tabletten, Saxenda und Mounjaro als rezeptpflichtig, und dasselbe gilt für Ozempic. Eine rezeptfreie Abnehmspritze gibt es in Österreich nicht.
Kaufen können Sie eine Abnehmspritze daher nur in einer Apotheke und nur gegen Rezept. Ob eine Apotheke ein Rezept einlöst, entscheidet die Apothekerin oder der Apotheker im Einzelfall. Ein Versand nach Hause ist bei diesen Präparaten nicht erlaubt: Die Abgabe von Arzneimitteln im Fernabsatz ist nach § 59 Abs. 8 Arzneimittelgesetz verboten, Ausnahmen gelten nur für nicht rezeptpflichtige Arzneispezialitäten. Angebote, die einen Pen ohne Verordnung oder per Post in Aussicht stellen, sind deshalb kein legaler Weg.
Wie viel Gewicht nimmt man mit der Abnehmspritze ab?
Verlässliche Zahlen stammen aus den Zulassungsstudien, die in der europäischen Produktinformation beschrieben sind. Alle Teilnehmenden erhielten dort zusätzlich eine kalorienreduzierte Ernährung und Beratung zu mehr Bewegung, und die Werte sind Durchschnitte: Ein Teil der Behandelten nahm deutlich mehr ab, ein Teil kaum. Die Studien sind untereinander nicht direkt vergleichbar, und eine Zusage für den Einzelfall lässt sich daraus nicht ableiten.
In der Studie STEP 1 lag das Ausgangsgewicht im Mittel bei rund 105 kg; nach 68 Wochen mit Semaglutid 2,4 mg betrug die durchschnittliche Abnahme 15,3 kg, unter Placebo 2,6 kg. Die Dosis von 7,2 mg ist laut Produktinformation für Erwachsene mit einem BMI ab 30 kg/m² vorgesehen, die mindestens vier Wochen mit 2,4 mg behandelt wurden. Das Gesundheitsportal des Bundes nennt als Orientierung eine Gewichtsabnahme von etwa einem halben Kilogramm pro Woche und rät davon ab, zu schnell zu viel abzunehmen, weil das unter anderem Gallensteine begünstigen kann.
| Präparat und Dosis | Zulassungsstudie | Dauer | Veränderung des Körpergewichts | Placebo |
|---|---|---|---|---|
| Wegovy (Semaglutid) 2,4 mg wöchentlich | STEP 1 | 68 Wochen | -14,9 % | -2,4 % |
| Wegovy (Semaglutid) 7,2 mg wöchentlich | STEP UP | 72 Wochen | -18,7 % | -3,9 % |
| Mounjaro (Tirzepatid) 5, 10 oder 15 mg wöchentlich | SURMOUNT-1 | 72 Wochen | -16,0 %, -21,4 % und -22,5 % | -2,4 % |
| Saxenda (Liraglutid) 3,0 mg täglich | SCALE Obesity and Pre-Diabetes | 56 Wochen | -8,0 % | -2,6 % |
Mounjaro, Wegovy, Ozempic und Saxenda: worin unterscheiden sie sich?
Die Wirkstoffe unterscheiden sich im Angriffspunkt und im Anwendungsintervall. Liraglutid in Saxenda wird täglich gespritzt, Semaglutid in Wegovy einmal wöchentlich gespritzt oder als Tablette täglich eingenommen, Tirzepatid in Mounjaro einmal wöchentlich gespritzt. Semaglutid und Liraglutid wirken am GLP-1-Rezeptor, Tirzepatid zusätzlich am GIP-Rezeptor und damit an zwei Signalwegen des Zuckerstoffwechsels. Ozempic enthält ebenfalls Semaglutid, ist aber nur zur Behandlung des Typ-2-Diabetes zugelassen.
In direkten Vergleichsstudien, die in den Produktinformationen beschrieben sind, nahmen Erwachsene in STEP 8 unter Semaglutid 2,4 mg in 68 Wochen im Mittel 15,8 % ab, unter Liraglutid 3 mg 6,4 %. In SURMOUNT-5 lag die Abnahme nach 72 Wochen unter Tirzepatid 15 mg bei 21,6 % und unter Semaglutid 2,4 mg bei 15,4 %. Die Streuung zwischen einzelnen Personen ist erheblich, und ein Teil der Behandelten spricht kaum an. Einen ausführlichen Vergleich finden Sie im Beitrag Mounjaro, Wegovy und Ozempic im Vergleich.
Alle Präparate werden über mehrere Wochen einschleichend dosiert, weil die Verträglichkeit am Magen-Darm-Trakt sonst schlecht ist. Wer eine Dosisstufe nicht verträgt, bleibt länger auf der niedrigeren Stufe, statt die Steigerung zu erzwingen. Ein Wechsel zwischen den Präparaten ist möglich, gehört aber ärztlich geplant, weil sich die Dosierungen nicht eins zu eins ineinander umrechnen lassen. Verbindlich ist immer die aktuelle Fachinformation des jeweiligen Präparats, nicht die Erfahrung anderer Anwenderinnen und Anwender.
Warum ist Ozempic keine Abnehmspritze?
Ozempic enthält denselben Wirkstoff wie Wegovy, nämlich Semaglutid, ist in Österreich aber ausschließlich zur Behandlung des Typ-2-Diabetes zugelassen und nicht zur Gewichtsreduktion. Der Unterschied liegt in der Zulassung und in der Dosierung, nicht im Molekül. Diese Unterscheidung ist keine Formalie: Als das Präparat in mehreren Ländern außerhalb der Zulassung zum Abnehmen verwendet wurde, entstanden Lieferengpässe, unter denen Menschen mit Diabetes litten, die darauf angewiesen waren. Ein Ansuchen um Ozempic mit der Begründung Gewichtsabnahme ist deshalb kein gangbarer Weg, und wir stellen dafür keine Verordnung aus. Wer Ozempic wegen eines bestehenden Typ-2-Diabetes anwendet, führt die Therapie in der bisherigen Indikation weiter, mit den üblichen Kontrollen von Blutzucker und Nierenfunktion. Wer wegen des Körpergewichts behandelt werden möchte, lässt sich zu den dafür zugelassenen Präparaten ärztlich beraten. Beides zu vermischen führt regelmäßig zu Rückfragen bei der Abgabe in der Apotheke und im Zweifel zur Ablehnung.
Zahlt die Krankenkasse die Abnehmspritze?
Bei Übergewicht ist eine Kostenübernahme durch die österreichische Sozialversicherung die Ausnahme. Erstattungsfähige Arzneimittel sind im Erstattungskodex gelistet, und für Präparate zur Gewichtsregulierung gilt dort entweder keine Anführung oder es gelten enge Voraussetzungen samt Bewilligung. Bei Typ-2-Diabetes sieht die Lage anders aus, dort sind GLP-1-Präparate unter definierten Bedingungen erstattungsfähig. Praktisch bedeutet das: Wer wegen des Gewichts behandelt wird, zahlt das Medikament in aller Regel selbst.
Auf einem Privatrezept zahlen Sie in der Apotheke den vollen Privatverkaufspreis. Eine nachträgliche Kostenerstattung können Sie bei Ihrem Krankenversicherungsträger beantragen; bei diesen Präparaten ist sie aber die Ausnahme und richtet sich nach dessen Regeln. Die Kosten hängen von Präparat, Dosisstufe und Packungsgröße ab; den konkreten Preis nennt die Apotheke auf Anfrage. Dazu kommen die Kosten der ärztlichen Betreuung, bei einer Wahlärztin oder einem Wahlarzt zunächst als private Rechnung, für die ein Teilersatz bei der ÖGK beantragt werden kann. Wir handeln nicht mit Arzneimitteln und nennen keine Medikamentenpreise.
Welche Nebenwirkungen sind häufig und welche ernst?
Am häufigsten sind Beschwerden des Verdauungstrakts: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen und Aufstoßen. Sie treten meist zu Behandlungsbeginn und nach jeder Dosissteigerung auf und lassen bei vielen Behandelten im Verlauf nach. Kleinere Portionen, weniger Fett und langsameres Essen verbessern die Verträglichkeit oft deutlich. Ernst zu nehmen sind anhaltende, starke Oberbauchschmerzen mit Ausstrahlung in den Rücken, die auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse hinweisen können; in diesem Fall gehört die Anwendung beendet und ärztliche Hilfe gesucht. Auch Gallensteine und Gallenblasenentzündungen sind beschrieben, begünstigt durch rasche Gewichtsabnahme. Wer zusätzlich Insulin oder ein Sulfonylharnstoff-Präparat anwendet, hat ein erhöhtes Risiko für Unterzuckerungen, weshalb die Begleitmedikation ärztlich angepasst wird. Bei bestehender diabetischer Netzhauterkrankung kann eine sehr rasche Blutzuckersenkung die Augensituation vorübergehend verschlechtern. Anhaltendes Erbrechen mit Flüssigkeitsverlust gehört ärztlich abgeklärt, weil darunter die Nierenfunktion leiden kann.
Haarausfall führen die Fachinformationen von Wegovy und Mounjaro als häufige Nebenwirkung; bei Wegovy wurde er häufiger bei einer Gewichtsabnahme ab 20 % gemeldet. Für Semaglutid nennt die Fachinformation außerdem Hinweise aus epidemiologischen Studien auf ein erhöhtes Risiko für eine Durchblutungsstörung des Sehnervs (NAION): Bei plötzlichem Sehverlust gehört das Auge umgehend augenärztlich untersucht. Vor einer Vollnarkose oder tiefen Sedierung, etwa für eine Magenspiegelung, sagen Sie dem Behandlungsteam, dass Sie ein GLP-1-Präparat anwenden, weil verbliebener Mageninhalt das Risiko einer Aspiration erhöhen kann.
Für wen sind GLP-1-Präparate nicht geeignet?
Als Gegenanzeige nennen die Fachinformationen von Wegovy, Saxenda und Mounjaro allein die Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil; darüber hinaus gibt es klare Grenzen in Schwangerschaft und Stillzeit. Semaglutid und Liraglutid dürfen in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, für Tirzepatid wird die Anwendung in der Schwangerschaft nicht empfohlen. Wer schwanger werden möchte, setzt Semaglutid laut Fachinformation mindestens zwei Monate und Tirzepatid mindestens einen Monat vor der geplanten Schwangerschaft ab; dieser Punkt gehört vor Therapiebeginn besprochen. In der Stillzeit darf Semaglutid nicht angewendet werden, Saxenda soll nicht angewendet werden; für Tirzepatid hält die Fachinformation eine Anwendung in der Stillzeit für denkbar. Für Semaglutid und Tirzepatid wird in der europäischen Fachinformation zusätzlich geraten, während der Behandlung zu verhüten; gemeint ist damit, eine Schwangerschaft unter der Therapie zu vermeiden, und nicht, dass die gewohnte Verhütung schlechter wirken würde.
Vorsicht gilt nach einer durchgemachten Entzündung der Bauchspeicheldrüse, bei schwerer Magenentleerungsstörung und bei entzündlichen Darmerkrankungen. Bei Übergewicht als Folge einer Essstörung oder einer hormonellen Erkrankung sind Wirksamkeit und Sicherheit von Liraglutid laut Fachinformation nicht belegt; eine Essstörung gehört deshalb vor jeder solchen Behandlung offen angesprochen. Ein normales Körpergewicht ist keine Indikation: Die Zulassung knüpft an definierte Werte des Körpermassenindex und an Begleiterkrankungen an, und eine Anwendung außerhalb davon ist weder zugelassen noch vertretbar. Wer mehrere Dauermedikamente einnimmt, bringt die vollständige Liste in die Beurteilung ein, weil die verlangsamte Magenentleerung die Aufnahme anderer Wirkstoffe verändern kann. Diese Punkte prüft der Arzt vor jeder Verordnung; sie können zu einer Ablehnung führen.
Was passiert nach dem Absetzen?
Nach dem Absetzen kehren Appetit und Sättigungsempfinden weitgehend auf das frühere Niveau zurück, und ein erheblicher Teil des verlorenen Gewichts wird in Studien im Verlauf wieder aufgebaut. In der Verlängerung der Studie STEP 1 nahm das Gewicht nach dem Ende der 68-wöchigen Behandlung in beiden Gruppen wieder zu; ein Jahr später lag es bei den zuvor mit Semaglutid Behandelten im Mittel noch 5,6 % unter dem Ausgangswert, in der Placebogruppe 0,1 %. In der Studie SURMOUNT-4 kam es bei Teilnehmenden, die nach 36 Wochen Tirzepatid auf Placebo umgestellt wurden, zu einer erheblichen Wiederzunahme. Das ist keine Nebenwirkung, sondern die Folge davon, dass die zugrunde liegende Regulation nicht dauerhaft verändert wird. Adipositas gilt deshalb als chronische Erkrankung, deren Behandlung langfristig angelegt ist. Wer die Therapie beenden möchte, ist medizinisch nicht in Gefahr, sollte den Schritt aber gemeinsam mit der behandelnden Person planen und die Ernährungs- und Bewegungsroutinen vorher stabilisieren. Sinnvoll ist, die Zeit unter der Behandlung für den Aufbau dieser Routinen zu nutzen, statt sich allein auf das Arzneimittel zu verlassen. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ist ein Absetzen zusätzlich mit einer Kontrolle des Blutzuckers und einer Anpassung der übrigen Medikamente verbunden. Auch eine Therapiepause wegen Verträglichkeitsproblemen gehört ärztlich begleitet, damit die Dosis danach nicht zu hoch wieder aufgenommen wird.
Rezept für die Abnehmspritze online anfragen
Über unsere Leistung Adipositas-Behandlung beurteilen wir den Beginn einer Behandlung ebenso wie die Fortführung einer bereits begonnenen und ärztlich eingestellten Therapie; auch die Fortführung einer GLP-1-Behandlung bei Typ-2-Diabetes, etwa mit Ozempic, läuft über diese Leistung. Für den Beginn braucht der Arzt eindeutige Indikationen nach den Vorgaben der Zulassung und keine Gegenanzeigen; aktuelle Werte zu Gewicht und Taillenumfang oder Laborwerte können angefordert werden, und in manchen Fällen empfiehlt er vorher eine Untersuchung in einer Ordination. Der Ablauf ist in ganz Österreich gleich, ein Termin ist nicht nötig, und der Fragebogen ist rund um die Uhr erreichbar.
Sie wählen die Leistung, füllen den medizinischen Fragebogen aus und laden Ihre Unterlagen hoch, etwa aktuelle Gewichts- und Blutdruckwerte, die Liste Ihrer Dauermedikamente und bei laufender Behandlung die letzte Verordnung. Danach bezahlen Sie das Honorar online. Der Arzt beurteilt die Angaben schriftlich; eine Telekonsultation gibt es nicht, also kein Video, kein Telefonat und kein Live-Chat; das Modell ist bewusst asynchron, und eine Bearbeitungsdauer sagen wir nicht zu. Ein Anspruch auf ein Rezept besteht nicht. Fällt die Beurteilung positiv aus, erhalten Sie ein Privatrezept als PDF per E-Mail; einen PIN-Code gibt es dabei nicht. Den Ausdruck nehmen Sie in eine Apotheke mit, am besten innerhalb eines Monats, weil ein Rezept nach dem Rezeptpflichtgesetz seine Gültigkeit verliert, wenn die erste Abgabe nicht spätestens einen Monat nach dem Ausstellungsdatum erfolgt. Die Abgabe liegt im Ermessen der Apotheke, die jedes Rezept selbst prüft. Medikamente schicken wir nicht, Sie erhalten nur das Rezept als PDF.
Das Honorar beträgt 29,90 € und deckt die ärztliche Beurteilung ab, nicht die Ausstellung eines Dokuments; es ist nicht der Preis eines Arzneimittels. Auf Wunsch ist eine vorrangige Bearbeitung für zusätzlich 9,90 € möglich; sie ordnet Ihre Anfrage in der Reihenfolge vor, eine Zusage über die Dauer bis zur Fertigstellung ist damit nicht verbunden. Bei einer Ablehnung aus medizinischen oder rechtlichen Gründen bekommen Sie das Honorar zurück. Fordert der Arzt Unterlagen an, bleiben Ihnen dafür mindestens 7 Tage; wir erinnern Sie daran und verlängern die Frist, wenn Sie das möchten. Kommt die Prüfung trotzdem nicht zum Abschluss, beenden wir die Anfrage und zahlen das Honorar in voller Höhe zurück.
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Autor und medizinische Prüfung: lek. Damian Wojno, Approbation Nr. 3211301, für MEDINOW Sp. z o.o. Das PDF-Rezept trägt keine qualifizierte elektronische Signatur. Eine Untersuchung oder Notfallhilfe kann dieser Text nicht ersetzen: Bei akuten Beschwerden hilft eine Ordination oder die Gesundheitsberatung 1450, im Notfall die Rettung unter 144. Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen sind hier verkürzt dargestellt; maßgeblich bleibt die aktuelle Fachinformation im Arzneispezialitätenregister des BASG. Präparate empfehlen wir nicht und Preise nennen wir nicht, denn rezeptpflichtige Arzneimittel dürfen gegenüber Laien nicht beworben werden. Ebenso nennen wir keine einzelne Apotheke: Die Abgabe liegt im Ermessen der Apotheke, die jedes Rezept selbst prüft.
Welche Abnehmspritze ist die beste?
Eine pauschal beste Abnehmspritze gibt es nicht, und eine solche Aussage wäre bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln auch werberechtlich unzulässig. In den Zulassungsstudien war die durchschnittliche Gewichtsabnahme unter Semaglutid und Tirzepatid größer als unter Liraglutid, doch die individuelle Spannweite ist groß. Ausschlaggebend sind Diagnose, Begleiterkrankungen, Verträglichkeit, Anwendungsintervall und Verfügbarkeit. Ein Präparat, das gut vertragen und regelmäßig angewendet wird, hilft mehr als eines, das wegen Übelkeit nach zwei Wochen liegen bleibt.
Wie viel kostet eine Abnehmspritze pro Monat?
Da eine Kostenübernahme bei Übergewicht die Ausnahme ist, zahlen die meisten Menschen das Arzneimittel selbst. Die Kosten hängen von Präparat, erreichter Dosisstufe und Packungsgröße ab; den genauen Preis nennt die Apotheke. Wir handeln nicht mit Arzneimitteln und nennen keine Medikamentenpreise. Dazu kommen die Kosten der ärztlichen Betreuung und der laufenden Kontrollen; für die ärztliche Beurteilung über unsere Leistung Adipositas-Behandlung beträgt das Honorar 29,90 €.
Zahlt die Krankenkasse die Abnehmspritze?
Bei Adipositas ohne weitere Voraussetzungen in aller Regel nicht. Maßgeblich ist der Erstattungskodex: Präparate zur Gewichtsregulierung sind dort nicht oder nur unter engen Bedingungen samt Bewilligung vorgesehen. Bei Typ-2-Diabetes gelten eigene Regeln, dort ist eine Erstattung unter definierten Voraussetzungen möglich. Ob im Einzelfall eine Bewilligung erreichbar ist, klärt die behandelnde Ordination mit dem zuständigen Krankenversicherungsträger, etwa der ÖGK.
Welche Nebenwirkungen gibt es?
Häufig sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen und Aufstoßen, vor allem zu Beginn und nach jeder Dosissteigerung. Seltener treten Gallensteine und Gallenblasenentzündungen auf. Anhaltende starke Oberbauchschmerzen mit Ausstrahlung in den Rücken können auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse hinweisen; dann gehört die Anwendung beendet und ärztliche Hilfe gesucht. In Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen steigt das Risiko für Unterzuckerungen.
Was passiert nach dem Absetzen?
Appetit und Sättigungsempfinden kehren weitgehend zum Ausgangszustand zurück, und ein erheblicher Teil des Gewichts wird in Studien wieder aufgebaut. Gefährlich ist das Absetzen nicht, es macht aber deutlich, dass die Behandlung langfristig angelegt ist. Wer beenden möchte, plant den Schritt mit der behandelnden Person, stabilisiert vorher Ernährung und Bewegung und lässt bei Typ-2-Diabetes den Blutzucker kontrollieren.
Wie bekomme ich in Österreich die Abnehmspritze?
Nur mit ärztlicher Verordnung. Voraussetzung ist laut Zulassung ein BMI ab 30 kg/m² oder ab 27 kg/m² mit mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung, und es dürfen keine Gründe dagegen sprechen. Die Verordnung kann in einer Ordination erfolgen oder nach einer ärztlichen Beurteilung online; bei uns erhalten Sie nach positiver Beurteilung ein Privatrezept als PDF, mit dem Sie in eine Apotheke gehen. Das Arzneimittel bezahlen Sie in der Regel selbst.
Wie viel Kilo nimmt man mit der Abnehmspritze ab?
Das ist individuell sehr unterschiedlich. In der Zulassungsstudie STEP 1 nahmen Erwachsene mit einem mittleren Ausgangsgewicht von rund 105 kg unter Semaglutid 2,4 mg in 68 Wochen durchschnittlich 15,3 kg ab, unter Placebo 2,6 kg; in SURMOUNT-1 lag die Abnahme unter Tirzepatid je nach Dosis bei 16,0 bis 22,5 % des Ausgangsgewichts. Alle Teilnehmenden stellten zusätzlich Ernährung und Bewegung um. Eine Zusage für den Einzelfall gibt es nicht.
- Wegovy (Semaglutid): Produktinformation der EMA, deutsch (Abschnitte 4.1, 4.2, 4.6, 4.8, 5.1)
- Mounjaro (Tirzepatid): Produktinformation der EMA, deutsch (Abschnitte 4.1, 4.6, 4.8, 5.1)
- Saxenda (Liraglutid): Produktinformation der EMA, deutsch (Abschnitte 4.1, 4.4, 4.6, 5.1)
- Gesundheitsportal Österreich: Behandlung von Adipositas bei Erwachsenen (Medikamente zum Abnehmen)
- Gesundheitsportal Österreich: Rezept, e-Rezept, Privatrezept und Rezeptgebühr
- BASG/AGES: Arzneispezialitätenregister mit Rezeptpflichtstatus und Fachinformationen